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Pferde im Kölner Karneval: Schärfere Regeln geplant, unsere Meinung; Pferde gehören nicht zum Karneval in Düsseldorf, Köln, Mainz, usw.

Wummernde Bässe, fliegende Gegenstände, riesige Menschenmassen. Kölner Karneval steht mitsamt 400 Pferden vor der Tür.

Bereits seit mehreren Jahren tobt eine Debatte darüber, ob die Zugtiere auf den Festlichkeiten auflaufen dürfen

Fliegender Süßkram, besoffene Menschen und jede Menge Lärm:

Für Pferde sind Karnevalsumzüge purer Stress. Trotzdem werden sie immer noch vielen Städten dafür eingesetzt.

Damit sie die hohe Belastung überhaupt aushalten, werden sie oft mit Betäubungsmitteln sediert.

Andere werden mit Gewalt durch die Gassen gezerrt.

Weil Pferde schreckhafte Fluchttiere sind, kommt es dabei immer wieder zu Unfällen, bei denen Menschen und Tiere verletzt sind.

 

Köln: Richtlinien für die Gelassenheitsprüfung

Prüfung ist Voraussetzung für Rosenmontagszug

Die “Funken” absolvieren die so genannte Gelassenheitsprüfung – nur Pferde, die sie bestehen, bekommen das “Go” für den Zug. Dabei wird unter anderem der Charakter und das Gemüt der Pferde auf den Prüfstand gestellt, um zu sehen, ob sich die Tiere für ein Großereignis wie den Rosenmontagszug eignen.

Kritiker fordern Pferde-Verbot

Spätestens seit einem Unfall mit einer Pferdekutsche und fünf Verletzten beim Zug im Jahr 2018 ist die Diskussion um den Einsatz der Pferde wieder entbrannt. Das Festkomitee Kölner Karneval hat die Regularien verschärft: Neben der Gelassenheitsprüfung für die Pferde müssen Reiter mit einem Reitpass nachweisen, dass sie sicher im Sattel sitzen.

Die Pferde sollen außerdem im Zug nicht in der Nähe von Musikkapellen mitgehen und Tribünen müssen die Lautstärke drosseln. Veterinäre der Stadt kontrollieren die Tiere und nehmen stichprobenartig Blutproben – denn eine Ruhigstellung der Pferde durch Medikamente ist verboten.

Festkomitee prüft Gewichtsbeschränkung

Noch für den kommenden Rosenmontagszug in diesem Februar (24.02.2020) werden wohl weitere Änderungen in Kraft treten:

Das Festkomitee plant Gewichtsbeschränkungen. So sollen die Pferde nicht unter einem zu hohem Gewicht von Reiter, Sattel und Kamelle leiden.

Die Idee ist, dass dieses Maximalgewicht nicht mehr als 20 Prozent des Gewichts des Pferdes ausmachen darf.

Weniger Pferde für Zug gemeldet

Insgesamt werden beim Kölner Rosenmontagszug diesmal rund zehn Prozent weniger Pferde dabei sein, laut Festkomitee knapp 300 Tiere.

Die Zahl der Kutschen sei von 49 auf 37 gesunken. Den Großteil der Pferde im Zug machen weiter Reitpferde aus.

Auch die Reiter der “Roten Funken” werden wie geplant dabei sein – in der Gelassenheitsprüfung gab es durchgängig gute Noten, alle Pferd-Reiter-Teams haben sie bestanden.

Quelle / Bericht https://www1.wdr.de/nachrichten/rheinland/koeln-pruefung-pferde-im-karneval-100.html

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